Krokusse als Exempel für Frühlingsblüher

„Zwischen den Grashalmen recken die bunten Krokusse ihre Köpfe aus dem nassen Boden, hoffend auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen (…) Die Sonne kommt heraus, die Pracht explodiert”. So hat Gerhard Ledwina in seinem Gedicht „Frühlingszeit” Krokusse beschrieben und so hat er ins Schwarze getroffen.

Trichterförmige Frühlingsbote in diversen Farben

Krokusse und Krokus-ZwiebelnIn Gelb, Blau, Violett und Weiß blühen schon im Februar ihre Blätter in linealischer Form auf und so umkreisen sie die meist gelbe Narbenschenkel. Krokusse, von denen es jetzt die Rede gibt, sind mit Schneeglöckchen die ersten Frühlingsbote und schaffen kurz nach dem Tauwetter ein farbenreiches Blütenmeer. Sie erreichen die Höhe von 15 cm und sind trichterförmig. Im europäischen Raum sind 10 Arten von diesen farbenreichen Frühjahrsblühern bekannt. Unter den Krokussen unterscheidet man zwischen Garten-, Wild- und Elfenkrokussen. Mit seinen leuchtend goldgelben Blüten gibt der Gartenkrokus „Yellow Giant“ den ersten Frühlingsgruß, während „Pickwick“ mit seinen violetten Nadelstreifen für Abwechslung in jedem Garten sorgt. „Spring Beauty“, „Silver Coral“, „Orange Monarch“, „White Triumphator“ und „Blaue Perle“ gehören den Wildkrokussen zu und werden oft als Mischungen verkauft, die in Gruppen gepflanzt werden.

Über die Erde zerstreut oder in die Löcher eingesteckt

Krokusse bevorzugen sonnige Standorte und vertragen keine Staunässe. Sie müssen nicht einzeln in die Erde gesteckt werden. Es reicht, einige Blumenzwiebeln unterschiedlicher Art an den ersten Herbsttagen auf den Rasen zu werfen und dann einige Monate abwarten, bis im März eine beeindruckende Blumenwiese in mehreren Farben aus dem Boden sprießt. Wer geordnete und klar strukturierte Blumenbeete bevorzugt, der sollte die Blumenzwiebeln von Krokussen 6-8 cm tief in die Erde einsetzen. Düngen brauchen sie nicht, um eine Blütenpracht vor den Augen zu entfalten. Krokusse sind besonders pflegearme Frühjahrsblüher, die sich von selbst vermehren können. Viele Gartenbesitzer können sich im Folgejahr überraschen, wie das Blumenmeer aus Krokussen an seinem Umfang gewonnen hat.